Gartenvoliere Wellensittiche

Reinigung und Pflege meiner Außenvoliere

Da gerade zu diesem Thema viele Anfragen kommen, habe ich mich entschlossen, dazu ein neues Kapitel auf der Homepage zu schaffen.

Regemäßige Reinigungsarbeiten

Ich kann nicht genau sagen, wie oft welche Arbeiten nötig sind; das hängt ganz vom jeweiligen Verschmutzungsgrad ab. ;o) Der hintere Teil des Flugraums ist insgesamt nicht allzu pflegeintensiv; durch die Beregnungsanlage wird schon einiges an Dreck weggespült. Ansonsten harke ich den Erdteil regelmäßig durch und entferne den Kot. Die begrünten Stellen werden, sofern sie verschmutzt sind, einfach beschnitten.

Der vordere Teil ist mit Papageiensand ausgestreut. Hier kehre ich mit dem Rechen regelmäßig alles zusammen und siebe es durch. So bleibt der Schmutz im Sieb hängen. Alle paar Wochen trage ich auch Sand ab und ersetze ihn durch neuen.Insgesamt sind zwischen 50 und 75 kg Sand ausgestreut.

Im Schutzraum liegt eine dicke Schicht Einstreu aus. Den oberen Teil kehre ich ab und streue frische Einstreu nach.

Geputzt wird mit einem Topfschwamm, einer Wurzelbürste und einem Lappen und klarem Wasser - und zwar alles: Holz, Äste, Fliesen. Jeweils im Frühjahr räume ich den Schutzraum komplett leer und reinige ihn mit dem Hochdruckreiniger. Desinfektionsmittel kommen bei mir nicht zum Einsatz.

Holzschutz - womit kann man eine Außenvoliere streichen?

Diese Frage rangiert eindeutig auf Platz 1 bei allen Anfragen. Der äußere Teil ist dabei natürlich kein Problem; kritisch wird es in dem Bereich, in dem die Wellensittiche leben und somit am Holz nagen könnten. Für den Holzschutz im Innenraum der Voliere verwende ich Dickschicht-Lasur von der Hornbacher Hausmarke. 750 ml kosten ca. 12 Euro. Diese Lasur ist geeignet für Kinderspielzeug und bietet somit eine gewisse Sicherheit. Große Zweifel an der Sicherheit dieser Lasur habe ich aber eigentlich nicht: Als vor ein paar Jahren die Voliere durch Fachleute erweitert wurde, haben diese netterweise auch gleich den Anstrich übernommen - und meine Vögel aus dem Schutzraum gelassen, bevor die Farbe trocken war. Da die Lasur damals ausgerechnet auch noch rot-braun war, blieb mir fast das Herz stehen, als ich zur Voliere kam: Etliche Vögel hatten bräunliche Flecken im Gefieder, die wie getrocknetes Blut aussahen. Nicht viel besser war das Gefühl, als die Erkenntnis kam, dass die Flecken von der Lasur stammen. Viel tun konnte ich nicht; aber das Fazit lautet: Alle Vögel haben es gut überstanden, es gab keinerlei Vergiftungsanzeichen oder gar Todesfälle.
Trotzdem rate ich dazu, sämtliche Stellen, die benagt werden können, z. B. durch Lochblech zu schützen. Dabei geht es nicht nur um den gesundheitlichen Aspekt; es ist natürlich von Vorteil, wenn das Holz so lange wie möglich unversehrt bleibt. Bei nagewütigen Vögeln wie Wellensittichen kracht vielleicht sonst eines Tages die ganze Voliere zusammen. ;o)

Einen neuen Anstrich bekommt meine Voliere übrigens alle zwei bis drei Jahre. Momentan (Stand: Mai 2008) bin ich wieder dabei und habe als Farbton "Palisander" gewählt, ein sehr dunkles Braun. Sieht schick aus!

 

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