Baden in der Voliere
... gab es von Anfang an in den verschiedensten Varianten. Alles hat seine Vor- und Nachteile, und so bin ich in diesem Jahr auf ein einfacheres System umgestiegen. Zwar gibt die neue Badelandschaft optisch lange nicht so viel her wie der schöne Bachlauf, ist aber leichter und schneller zu reinigen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Im großen Bachlauf-Aufbau gab es immer wieder Lücken, in die besonders die neugierigen Wellensittich-Weibchen hineinkletterten und sich eine Bruthöhlen-Atmosphäre schafften. Die Lücken waren kaum zu verhindern, da ich den gesamten Bachlauf für die Reinigung immer wieder komplett abbauen musste. Bevor da etwas Ungeplantes passiert, zog ich nun also die Notbremse.
So sieht die neue, kleinere und unspektakuläre Badelandschaft aus:

Ein großer Bottich ist in den Boden eingelassen. Passgenau habe
ich Volierendraht zurechtgeschnitten und in der Größe der Badeschüssel
in die Erde gesetzt. Die Schüssel liegt also auf dem Bottich und
dem Draht auf. So gibt es nun keine Lücken mehr, in die sich neugierige
Wellimädels verirren können. In die Badeschüssel (sehr
großer Blumenuntersetzer aus Kunststoff) habe ich ein Loch mit ca.
5 cm Durchmesser gebohrt. Eine Pumpe steht im Wasserbottich und erzeugt
die nette kleine Wasserfontäne (und hält dadurch das Wasser
ständig in Bewegung); durch das Loch läuft das Wasser gleichzeitig
auch wieder nach unten ab. Die Wassertiefe beträgt ca. 3 cm.
Zwar ist "vom Beckenrand springen" in der Wellivila erlaubt,
aber für die kleinen Schisshasen habe ich ein paar Steine in die
Schüssel gelegt, um den Einstieg zu erleichtern.
Ich finde es natürlich etwas schade um den alten Bachlauf, aber den Wellis ist es, glaube ich, egal. Sie sind ohnehin nicht sehr badebegeistert.
Alte Bademöglichkeiten
Der Bachlauf zierte den Flugraum von Oktober 2005 bis März 2008.
Bei Ebay verkaufte jemand ein komplettes Bachlaufsystem von wasserkaskaden.de in neuwertigem Zustand zum günstigen Preis.

Für die Auffangwanne konnte ich die vorhandene Aussparung des alten
Badeteiches nutzen. Um kleine Lücken zu verdecken, habe ich eine
Rollpalisade um die Teichwanne gelegt. Um die einzelnen Bachlaufteile
zu verlegen, musste ich einen kleinen Hügel bauen. Dazu habe ich
für den Aufbau einige alte Pflastersteine genutzt; darauf kam dann
säckeweise Erde.
Um dem Ganzen etwas mehr Halt zu geben und Schläuche und Kabel zu
verstecken, habe ich die Findlinge an die Seiten gelegt und die linke
Seite mit Kies bedeckt.
In dem System waren - grob geschätzt - ca. 100 l Wasser im Umlauf.
Die Pumpe, ein Sahneteilchen von Eheim (vielen lieben Dank an Stefan für
dieses tolle Geschenk!), mustes alle paar Tage gereinigt werden. Die einzelnen
Bachlaufteile setzten leider, wie zu erwarten war, recht schnell Grünspan
an.
Das Wasser war jedoch natürlich immer sauber und wurde je nach Witterung
regelmäßig komplett ausgetauscht. Wie oben erwähnt - der
Aufwand war groß, und daher entschloss ich mich schweren Herzens,
den Bachlauf nicht mehr zu nutzen.




Davor hatte ich einen Badeteich in der Voliere, aber leider wurde die Kunststoffwanne mit der Zeit marode. Genau auf diese Kunststoffwanne wurde damals der Betonboden angepasst, daher muss (oder kann?) ich die Vertiefung weiterhin nutzen.






